Unsere Leistungen

Die Möhler + Partner Ingenieure AG steht für fachübergreifende Beratung und Planung im Dienste der Lebens- und Arbeitsqualität. Unser Team setzt sich aus Experten unterschiedlichster Fachrichtungen zusammen. Es versteht sich, dass wir hierbei die aktuelle Rechtsprechung sowie Normen und Richtlinien berücksichtigen. Den Regeln und dem Stand der Technik werden wir durch laufende Fortbildung, modernste Messausrüstungen und neuester Software gerecht.

Aktuelles

Allgemein

Neues Büro in Berlin ab dem 1.10.2020

Wir freuen uns über eine weitere Niederlassung in Berlin! Ab dem 1.10.2020 beziehen wir unsere neuen Geschäftsräume in dem Twin Tower direkt an der schönen Spree.

 

Allgemein

Überprüfung der Geräuschemissionen von Motorrädern im realen Verkehr

In diesem Forschungsvorhaben wurden sechs repräsentative Fahrzeuge, davon drei Motorräder und drei Personenkraftwagen, hinsichtlich ihrer Vorbeifahrtpegel entsprechend der jeweils gültigen ECE Vorschrift vermessen. Die drei Motorräder wurden hierbei aus unterschiedlichen Segmenten von hubraumstark bis leistungsoptimiert gewählt. Als Pkws standen zwei leistungsstarke Modelle eines Sportwagens und eines sportlichen SUVs jeweils mit manuell steuerbarer Abgasklappe und ein Personenkraftwagen mit einem nachgerüsteten Soundgenerator zur Verfügung.

Zusätzlich zur Messung der Vorbeifahrt nach Vorschrift war es Kernpunkt des Forschungsvorhabens, die Belastung aufzuzeigen, welche Anwohnerinnen und Anwohner in realen Fahrsituationen durch eben diese Fahrzeuge erfahren können. Hierzu wurden sogenannte „Worst-Case“-Vorbeifahrten aufgezeichnet. Ziel war es hierbei, möglichst belästigende Vorbeifahrten mit hohen Geräuschpegeln zu erzielen. So wurde davon ausgegangen, dass der Fahrer des Fahrzeuges bewusst eine möglichst hohe Geräuscherzeugung provozieren möchte und den Geräuschpegel der Vorbeifahrt insbesondere auch durch negatives Fahrverhalten beeinflussen möchte.

Die Ergebnisse der Messungen nach Vorschrift wurden im Weiteren den Ergebnissen der Worst-Case-Vorbeifahrten gegenübergestellt, um so aufzuzeigen, inwieweit die Vorschrift eine solche Worst-Case-Belastung abbilden kann. Hierzu wurden neben Analysen der A-bewerteten Pegel insbesondere die Unterschiede in Lautheit und anderen relevanten psychoakustischen Größen, wie Rauigkeit oder Schärfe, herangezogen.

Der Abschlussbericht des Forschungsvorhabens wurde beim Umweltbundesamt veröffentlicht und kann hier einsehen werden.

EnEV

Ab 1.11.2020: Gebäudeenergiegesetz ersetzt EnEG, EnEV und EEWärmeG

Nach mehrjähriger Abstimmung wurde das Gebäudeenergiegesetz (GEG) im Lauf des Jahres 2020 von Bundestag und Bundesrat verabschiedet und löst zum 1.11.2020 Energieeinsparungsgesetz (EnEG), Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) ab.

Die im Bundesgesetzblatt am 13.08.2020 veröffentlichte Fassung des GEG enthält diverse Änderungen gegenüber EnEV und EEWärmeG, jedoch keine grundsätzliche Verschärfung der Anforderungen. Ermöglicht wurde die Beibehaltung des energetischen Standards nach EnEV 2016 durch eine  Deklaration des bisherigen Anforderungsniveaus als Niedrigstenergiegebäude gemäß EU- Gebäuderichtlinie.

Änderungen gegenüber EnEV und EEWärmeG betreffen z. B. eine Untergrenze und Pflicht zur Veröffentlichung von individuellen Primärenergiefaktoren, ein Verbot von Öl- und Kohleheizungen ab 2026 und Pflichten zur Energieberatung beim Verkauf und Änderungen von Ein- und Zweifamilienhäusern, aber auch Erleichterungen wie die Besserstellung von PV- Anlagen oder die Anrechenbarkeit von Biogas in einem Brennwertkessel.

Neu hinzugekommen sind der alternative Nachweis über Treibhausgas-Emissionen und der Quartiersansatz bei Änderungen von bestehenden Gebäuden.

Der energetische Standard soll 2023 überprüft und weiterentwickelt werden.

Verkehrslärm

Lärmwirkungen von Infraschallimmissionen

Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurde in unserem interdisziplinären Konsortium mit Prof. Krahé, den Psychologen von ZEUS und den Medizinern des DLR im Auftrag des Umweltbundesamtes zwischen 2015 und 2019 die Lärmwirkungen von Infraschallimmissionen erforscht. Die Studie war unabhängig von tatsächlich existierenden Infraschallquellen angelegt, d.h. es ging uns darum, die Wirkung von Infraschallimmissionen, die generalisierend auf Menschen in ruhigen Wohnsituationen einwirken, zu untersuchen und die psychologischen und physiologischen Auswirkungen des Infraschalls auf Menschen zu betrachten. Für den immissionsschutztechnisch relevanten Pegelbereich des Infraschalls mit LZ-Pegeln von 85 bis 120 dB, also dem Bereich um die menschliche Wahrnehmungsschwelle des Infraschalls, bestand eine Erkenntnislücke, die mit dem Vorhaben geschlossen werden konnte. Dies war auch dahingehend notwendig, weil Infraschall im Immissionsschutz ja ein relativ neues und sich mit den verschiedenen technischen/politischen Entwicklungen auch laufend weiterentwickelndes Thema darstellt.

Um die praktische Relevanz des Vorhabens sicherzustellen, wurden als Randbedingung bei der Exposition von Probanden unter kontrollierten Laborbedingungen auch die speziellen akustischen Eigenschaften der Infraschallimmissionen von tatsächlich existierenden Quellen nachgestellt. Dies betrifft sowohl die kontrollierte Laborsituation (gewöhnliche, sehr ruhige und störungsfreie Wohnsituation) als auch den charakteristischen Frequenz- und Zeitverlauf von technischen Quellen. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass Infraschall um oder unter der Wahrnehmungsschwelle zu keinen unmittelbaren körperlichen Reaktionen führt.

Der Abschlussbericht des Forschungsvorhabens wurde beim Umweltbundesamt veröffentlicht und kann hier einsehen werden.